Vom Mehrzweck zum Mehrwert?

Weiterhin Mangel an Sporthallenkapazität – SPD Trittau fordert Gesamtplan

So ganz im Klaren ist man sich in der Gemeinde noch nicht, welchen Mehrzweck man einer neu geplanten Mehrzweckhalle zu Grunde legen möchte, egal ob a) als Neubau am Standort oder b) als Sanierung der 3-Feld-Tennishalle auf dem Schul- und Sportcampus Trittaus. Klar ist, dass von der Konzeption einer Mehrzweckhalle mögliche Fördergelder z. B. des Bundes, abhängen. Fakt ist auch, dass schon gegenwärtig nicht sämtliche vorgesehenen sportlichen Aktivitäten (v. a. beim Schulsport) auf dem Schul- und Sportcampus stattfinden können – die Ausfallzahlen des Schulsportunterrichts, z. B. an der Grundschule, sind erschreckend.

Zur Situation: Die große Sporthalle des Schulverbands mit drei Sportfeldern aus dem Jahre 1977 ist marode und abgängig, die Sporthalle der Hahnheideschule musste bereits vor Jahren einem Anbau weichen und wurde nicht ersetzt, die Sporthalle des Gymnasiums ist mehr als ausgelastet. Auch wenn ein Ersatzbau der großen Sporthalle des Schulverbands größer, nämlich als 4-Feld-Halle, geplant wird – so die derzeitigen Überlegungen im Schulverband – werden die Hallenkapazitäten für den Schulsport mit größter Wahrscheinlichkeit nicht ausreichen. Insofern sollte hinsichtlich der Nutzung einer neuen Mehrzweckhalle der Gemeinde Trittau sowohl der Schulsport ausreichend als auch der Breitensport des TSV Trittau berücksichtigt werden.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Eine denkbare Mehrzweckhalle der Gemeinde Trittau kann kein Ersatz für die große Sporthalle und die damit verbundene Verantwortung des Schulverbands sein, lediglich eine Ergänzung, da es wahrscheinlich einen Bedarf für den Schulsport über den Neubau einer 4-Feld-Halle des Schulverbands hinaus geben wird.

TriLaNa (Kinderfasching) 2012

Eine letzte Kostenkalkulation für eine Sanierung der 3-Feld-Tennishalle zu einer Mehrzweckhalle durch das beauftragte Architekturbüro lag aufgrund verschiedener vorgegebener Aspekte (überdimensionierte Teilnehmergröße, großzügige Ausstattung, gestiegene Baukosten u. a.) bei über 12 Mio. €.
Das so angedachte Projekt hat sich damit aus Sicht der SPD aus finanziellen Gründen von selbst erledigt.

Es ist nunmehr notwendig, eine neue Planung für eine schlankere und realistische Hallensanierung zu überdenken, fokussiert auf die tatsächlichen Bedarfe von Gemeinde, Schulsport und TSV Trittau. Hierbei muss bereits im Vorwege geklärt werden, welchen Mehrzweck diese Halle über die Nutzung als Sporthalle hinaus bieten soll und ob u. a. die Beschaffenheit des Bodens sowie die neu zu berechnende Statik der alten Tennishalle hierfür ausreichend sein werden. Zusätzliche Kosten entstehen, da bereits vorhandene Unterlagen zur Statik in der Verwaltung nicht mehr auffindbar seien.
Es muss jetzt bei der Planung „ein Zahn“ zugelegt werden, um unnötigen Zeitverzug sowie weitere Kostensteigerungen zu verhindern, auch die Umsetzung darf nicht auf unbekannte Zeit verschoben werden.

Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. Die SPD-Trittau steht für einen konstruktiven Dialog zur Konzeptionierung einer Mehrzwecknutzung der Halle in der Gemeindevertretung zur Verfügung und hat bereits vor Monaten konkrete inhaltliche Vorschläge diesbezüglich gemacht. Nicht jeder (Mehr-)Zweck heiligt bzw. generiert immer die (nötigen) Mittel.